| Philipp Burk

Immobi­li­en­p­reise: Jetzt boomt auch das Umland

Steigende Immobilienpreise sind in den Metropolen und auch im Umland längst gang und gäbe. Doch nach Einschätzung der Bundesbank kletterten sie im letzten Jahr rund um die Großstädte besonders stark. Was im Bericht steht und wie die Bundesregierung auf den Preisanstieg reagieren will, lesen Sie hier.

 

Wohnraum in den großen Städten wird immer knapper – und teurer. Kein Wunder also, dass Immobilien im Umland zunehmend attraktiver werden. Die Folge: Auch hier steigen die Preise. Ein Trend, den auch die Bundesbank bestätigt. Häuser und Wohnungen im Umland sind 2018 deutlich teurer geworden, heißt es im Monatsbericht der Bank. Ob also in den Städten oder drum herum: Wohneigentum ist weiterhin sehr gefragt. Der neue geschaffene Wohnraum sei da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn er konnte mit der nach wie vor kräftigen Nachfrage nicht Schritt halten, schreibt die Bundesbank.

Bundesregierung will Bürger finanziell unterstützen

Um Interessenten den Immobilienkauf erschwinglicher zu machen, will die Bundesregierung ihnen unter die Arme greifen. Derzeit prüft die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), ob sie ein Bürgschaftsprogramm für Privatpersonen einführen kann. Damit soll ein Teil des Kaufpreises beziehungsweise der Baukosten abgesichert werden. Das notwendige Eigenkapital würde somit sinken. Wie das Programm im Detail aussehen wird, ist allerdings noch unklar.

Baubranche mit vollen Auftragsbüchern

Klar ist dagegen, dass die Baubranche vom Immobilienboom besonders stark profitiert. Sie fuhr 2018 das beste Neugeschäft seit fast einem Vierteljahrhundert ein. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe stiegen im vergangenen Jahr um 10,1 Prozent auf 79,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Und es geht wahrscheinlich so weiter. Der Großteil der Baufirmen rechnet für 2019 mit einem ähnlich guten Geschäft – oder sogar einem noch besseren. Denn von der Großstadt bis ins Umland: Der Bedarf an Wohnraum wird vermutlich auch die nächsten Jahre nicht abreißen.
 

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