Angesichts niedriger Zinsen fließt in Deutschland immer mehr Geld in den Immobilienmarkt. Im vergangenen Jahr wechselten Häuser und Grundstücke für 190 Milliarden Euro den Besitzer, wie sich aus Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse ergibt.

„Der allgemeine Trend setzt sich fort, sowohl was die Preise betrifft als auch die Umsätze“, sagte Peter Ache, der Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Umsatz mit Immobilien wäre damit seit 2009 um knapp die Hälfte gewachsen Regional sei die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. Wo Menschen eher fortziehen, sei vom Boom nichts zu spüren. „Es gibt ganz offensichtlich Trendstädte - Leipzig und Berlin, auch kleinere wie Münster. Sie wachsen weiter." Auch Frankfurt und Hamburg zählt er dazu.

Einige Gutachterausschüsse in Großstädten beobachteten, dass die Preise in den besseren Lagen nicht mehr so stark stiegen. Dafür zogen die mittleren Lagen nach.

Ihren bundesweiten Bericht für 2013 und 2014 wollen die Gutachter Endes des Jahres vorstellen. Volkswirtschaftliche Risiken sehen sie im Immobilienboom bislang nicht. „Es ist nach wie vor so, dass von einer Immobilienblase im Sinne einer großen Gefahr, die ins Haus steht, nichts zu spüren ist.“ Eine Einschätzung, die auch von anderen Wirtschaftsforschungsinstituten vertreten wird.

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