Happy Birthday Baukindergeld: Vor einem Jahr startete der Zuschuss – und ebnete so mancher Familie den Weg ins Eigenheim. Nun ziehen Bund und KfW eine erste Zwischenbilanz. Fazit: Das Baukindergeld kam, sah und siegte.

 

Vor einem Jahr fiel der Startschuss zum Baukindergeld. Und hier ging es direkt von Null auf Hundert, wie eine aktuelle Auswertung von Bund und KfW zeigt. Rund 135.000 Familien in Deutschland haben seit dem Stichtag am 18. September 2018 Förderanträge gestellt. Dabei wurden Zuschüsse in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro gewährt. Über ein Drittel des „Baukindergeldtopfes“ mit seinen insgesamt 9,9 Milliarden Euro ist damit bereits ausgeschöpft. 

Ein Gewinn auf ganzer Linie

Horst Seehofer spricht in seinem Zwischenfazit von einem „echten Renner“. Für den Bundesinnenminister schlägt das Baukindergeld mehrere Fliegen mit einer Klappe: „Wir haben damit schon Tausenden Familien den Erwerb der eigenen vier Wände erleichtert. Und mehr noch – mit dem Baukindergeld entlasten wir den Mietwohnungsmarkt in Deutschland und schaffen für die Familien langfristig eine solide Altersvorsorge. Das Baukindergeld ist damit einer der zentralen Pfeiler der Wohnungspolitik dieser Bundesregierung.“

Auch Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, zieht eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass das Baukindergeld die gewünschten Zielgruppen erreicht. Insbesondere junge Familien mit kleinen Kindern werden bei der Schaffung von Wohneigentum unterstützt. Das ist ein großer Erfolg.“

Hard Facts: Ein Jahr Baukindergeld in Zahlen

Die Zahlen geben Dr. Ingrid Hengster recht. So haben 35 Prozent der Familien Kinder bis zu zwei Jahren. 65 Prozent haben Kinder bis zu 6 Jahren. Die Mehrheit der Antragsteller (70 Prozent) ist zwischen 25 und 40 Jahre alt und hat ein oder zwei Kinder (über 80 Prozent). Nicht nur bei Alter und Kindern gab es eine Punktlandung, sondern auch bei den Einkommensverhältnissen. Ziel der Regierung war es, vor allem Familien mit kleineren und mittleren Einkommen zu fördern. Und der Plan ging auf: Aktuell verfügen rund 60 Prozent der Familien über ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu 40.000 Euro. 

Die meisten Anträge wurden übrigens in Nordrhein-Westfalen gestellt. Insgesamt waren es 29.728. Auf Platz Zwei ist Baden-Württemberg (18.072), gefolgt von Bayern (17.974) und Niedersachsen (16.569). Beim Immobilientyp gibt es einen klaren Sieger: 76 Prozent nutzten die Förderung zum Kauf einer Bestandsimmobilie. Nur 24 Prozent entscheiden sich für einen Neubau. Die Neubauquote habe sich laut KfW mit zunehmenden Baufertigstellungen in 2019 dennoch erhöht. Sie entspreche damit dem Marktdurchschnitt beim Erwerb von Wohneigentum.

Und wie sieht die Zukunft aus? Ende 2023 läuft das Baukindergeld aus. Bis dahin kann noch viel passieren. Wir halten Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.
 

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