Wer täglich mit potenziellen Immobilienkäufern arbeitet, kennt deren Bedürfnisse sehr genau. Das dachte sich ein Fachportal und befragte hunderte Makler zur staatlichen Eigentumsförderung. 315 Antworten – ein spannendes Stimmungsbild. Lesen Sie hier die Details.

Reichen die staatlichen Förderprogramme beim Hauskauf? Die Mehrheit der Makler findet: nein. 79 Prozent der befragten Immobilienprofis wünschen sich mehr Unterstützung vom Staat. Das geht aus dem „Marktmonitor Immobilien 2017“ von Immowelt hervor. Als Hauptgründe geben sie drei Ursachen an. Am häufigsten genannt: Wohneigentum diene der Altersvorsorge und könne so die staatlichen Kassen entlasten. Das finden 71 Prozent. 55 Prozent meinen, das Einkommen sei in manchen Gegenden zu niedrig. Außerdem seien die staatlichen Auflagen wie bei der Energieeffizienz zu hoch (55 Prozent).

Vor allem Steuersenkungen gefordert
Und was soll stattdessen getan werden? Auch da haben die 315 Befragten klare Vorstellungen: 75 Prozent der Makler wünschen sich Steuersenkungen. Zum Beispiel bei der zuletzt heiß diskutierten Grunderwerbsteuer. Jeweils über 60 Prozent fordern auch weniger Bürokratie und gelockerte Bauvorschriften. Dagegen will nur gut jeder Dritte die vorhandenen Förderungen und Subventionen erhöhen.

Kein Gießkannenprinzip
Allerdings soll nicht jeder gleichermaßen von den Unterstützungen profitieren. Die Förderung von der Höhe des Einkommens abhängig machen, wollen 59 Prozent. Fast genauso viele (56 Prozent) finden die familiäre Situation wichtig. Familien mit Kindern sollten demnach bevorzugt werden.

Klare Positionen, die die Branchenprofis da vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die eine oder andere Idee auch Anklang in der Politik findet.

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