Was ist der Unter­schied zwischen Grund­steuer und Grund­er­werb­steuer?

Grundsteuer und Grunderwerbsteuer – ist das nicht ein und dasselbe? So denken viele, denn die beiden Steuern werden oft miteinander verwechselt. Wenn Sie die Unterschiede klar machen möchten, nehmen Sie doch einfach unsere kurze Begriffserklärung als praktische Hilfe. Hier erfahren Sie mehr.

Wer eine Immobilie baut oder kauft, erhält meist umgehend Post von der Gemeinde oder dem zuständigen Finanzamt. Die geben nämlich Bescheid, wie viel Grundsteuer und Grunderwerbsteuer zu zahlen sind.  

 

Die Grundsteuer 
Sie errechnet sich aus dem Wert des erworbenen Grundstückes sowie dessen Bebauung. Die Finanzbehörde legt zunächst einen so genannten Einheitswert fest. Dieser unterscheidet sich wiederum in A und B, die den landwirtschaftlichen Bereich oder den baulichen Bereich kennzeichnen. Auf der Grundlage des Einheitswertes wird die so genannte Grundsteuermesszahl errechnet, die wiederum für die Berechnung des Grundsteuermessbetrages notwendig ist. Der Einheitswert und die Grundsteuermesszahl werden mit dem Hebesatz der Gemeinde multipliziert und ergeben die zu zahlende Grundsteuer. Die muss anschließend quartalsmäßig entrichtet werden. Hierzu erhält der Bauherr am Anfang eines Jahres von der Gemeinde die Mitteilung über die jeweils laufend zu entrichtenden Beträge. 

 

Die Grunderwerbsteuer 
Diese Steuerart fällt nur dann an, wenn ein Grundstück notariell erworben wird. Sie ist einmalig, direkt nach dem Erwerb des Grundstücks fällig und muss vom Käufer gezahlt werden. Den Steuersatz kann jedes Bundesland selbst festlegen und so variiert die Höhe der Grunderwerbsteuer 2021 zwischen 3,5 - 6,5 Prozent des Grundstückswerts.