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Workout mal anders

Die Menschen bewegen sich heute viel weniger als früher. Eine Binse, und doch hat sich unser Verhalten dadurch stark verändert. Sport ist heute ein wichtiger Faktor des Ausgleichs zwischen Beruf und Privatleben, überall sichtbarer Teil des Alltags und sogar Gradmesser für neue Trends. Doch manchmal bietet sich die Chance auf körperliche Betätigung, wo man sie gar nicht vermutet hätte. Hausbesitzer jedenfalls werden zustimmen, dass ein Eigenheim nicht nur eine finanzielle, sondern auch körperliche Herausforderung ist. Da trifft es sich doch gut, dass Freunde und Bekannte stets auf der Suche nach einem neuen Ausgleich für die Computerarbeit sind...

Doch bevor sie jetzt schon die ersten Nachrichten versenden, sollten sie zunächst an ihre Pflichten denken: Denn auch wenn die Helferinnen und Helfer kostenlos mitarbeiten, sind Bauherren verpflichtet, die Helfer bei der Berufsgenossenschaft Bau zu versichern. Denn sie sind „Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten“ und somit zur Anmeldung verpflichtet, wenn die Tätigkeit einen gewissen Umfang übersteigt. Was für Laien zunächst nach einer der sprichwörtlichen Amtsschimmeleien klingt, ist in Wahrheit auch ein Schutz für den Bauherren. Sollte es tatsächlich zu einem Arbeitsunfall kommen, bewahrt die Unfallversicherung nicht nur vor Schadensersatzansprüchen, sondern übernimmt auch die Kosten für die Behandlung der Helfer.

Entscheidend für die Pflicht zur Anmeldung ist der Umfang der Arbeiten. Hilft beispielsweise der Bruder beim Abladen von Baumaterial, werten die Berufsgenossenschaften dies als kleine Gefälligkeit im familiären Rahmen und nicht als versicherungswürdige Tätigkeit. Anders sieht es aus, wenn der alte Schulfreund mehrere Tage hintereinander dabei hilft, das Dach professionell zu decken. Deshalb ist eine Prüfung grundsätzlich empfehlenswert. Praktisch: Diese nimmt die Berufsgenossenschaft bei einer Anmeldung automatisch vor. Mit Hilfe einer Beschreibung der Tätigkeiten können die Experten der BG schnell feststellen, ob eine Versicherung geboten ist. Die Gebühren dafür werden anhand eines fiktiven Arbeitsentgeltes berechnet und sind in der Regel nicht allzu hoch – zumal gemessen an einer möglichen Schadensersatzforderung.

Für die Bauherren, und pardon, -damen gibt es dagegen keine Versicherungspflicht. Sollte dennoch der Wunsch bestehen, sich für den Fall der Fälle versichern zu wollen bietet die BG Bau spezielle Pakete an.

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