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Wer das Baukin­dergeld nutzen will, muss sich beeilen

Bis zum Ende dieses Jahres gibt es für Familien, die den Bau oder Erwerb einer Erstimmobilie planen, bis zu 12.000 Euro pro Kind, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Wie die Antwort der Bundesregierung zeigt, wird die Fördermaßnahme gut angenommen. Sage und schreibe 232.803 Anträge sind bis Ende Mai bei der KfW eingegangen, die meisten davon stammen aus NRW, Bayern und Baden-Württemberg.

 

Weit mehr als die Hälfte, nämlich 145.117 Antragsteller, wollen die Förderung für eine gebrauchte Immobilie nutzen. Nur 51.656 Anträge gelten für einen Neubau. 30.572 Anträge beziehen sich auf den Kauf einer Eigentumswohnung.

Laut der Auskunft der Bundesregierung dauert die durchschnittliche Bearbeitungszeit eines Antrags etwa zwei bis drei Wochen. Eine schnelle Bearbeitung hängt jedoch von der vollständigen Einreichung aller Nachweise ab. Entsprechend waren zum Zeitpunkt der Beantwortung der kleinen Anfrage noch 3.800 Anfragen nicht bearbeitet worden.

Im Bundeshaushalt waren für das Baukindergeld Mittel in Höhe von 9,9 Milliarden Euro vorgesehen. Bis 31.05. war davon etwa die Hälfte aufgebraucht, somit plant die Bundesregierung derzeit keine Aufstockung der Mittel. Gleiches gilt für eine eventuelle Verlängerung: Zumindest bis nach der Bundestagswahl 2021 ist in diese Richtung nichts zu erwarten.

Kritiker des Baukindergelds hatten bei der Einführung befürchtet, dass die Förderung zu Mitnahmeeffekten führt und vor allem Familien nutzen, die sich auch ohne das Baukindergeld Wohneigentum leisten könnten. Die Zahlen zeigen jedoch das Gegenteil: Mehr als 60 Prozent der Anträge werden von Familien mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von weniger als 40.000 Euro gestellt.

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