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Mikroa­part­ments und Tinyhouses beliebter als je zuvor

Bei schwierigen Marktbedingungen suchen Immobilienvertriebe und Investoren stetig nach neuen Ideen und kreativen Lösungen. Ein aktueller Trend: Mikroapartments und Tinyhouses. Die kleinen, aber feinen Unterkünfte bieten vielversprechende Renditen und sind gleichzeitig für eine breite Zielgruppe erschwinglich.

Die Zinswende und die Energiekrise sorgen für herausfordernde Zeiten in der Immobilienbranche. Doch bekanntlich bieten schwierige Zeiten auch immer Raum für kreative Ideen, die einen Weg aus der Krise weisen. Aktuell sind es Mikroapartments und Tinyhouses, die bei Maklerinnen und Maklern die Hoffnungsbringer sind, und die einen Aufwärtstrend einleiten sollen. Gänzlich neu ist der Trend zu den kleinen Unterkünften jedoch nicht, sind Mikroapartments und Tinyhouses bereits seit einigen Jahren in aller Munde. Faktoren wie die Urbanisierung, steigende Mieten, immer mehr Studierende und die stetige Zunahme von Single-Haushalten sorgen jedoch dafür, dass die kleinen, modernen Unterkünfte aktuell beliebter denn je sind. Bei den aktuell steigenden Bauzinsen und explodierenden Energiepreisen werden die stylischen Unterkünfte auch für Maklerinnen und Makler als Teil ihres Portfolios noch attraktiver, denn sie bieten eine preiswerte Alternative für alle Altersgruppen.

Mikroapartments – vor allem in Studentenstädten beliebt

Eine aktuelle Studie der Deutschen Immobilien Wirtschafts Gesellschaft (DIWG) zu Mikroapartments hebt deren Vorzüge hervor. So zeigt sich, dass die kleinen Apartments besonders in Studentenstädten gut ankommen. Trotz vergleichsweiser hoher Miete bei den Mikroapartments sind sie in Städten, die bei Studierenden beliebt sind, wie etwa Freiburg, zu 91 Prozent ausgelastet. Dies ist der Fall, da die Apartments, trotz des hohen Quadratmeterpreises aufgrund ihrer geringen Quadratmeterzahl für fast alle Zielgruppen erschwinglich bleiben. Ein weiterer Faktor, der den Mikroapartments zugutekommt, ist die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung. Die Anzahl der Singlehaushalte steigt in Deutschland kontinuierlich an. 2021 gab es rund 16,62 Millionen Einpersonenhaushalte in Deutschland. Insbesondere für diese Zielgruppe sind die kleinen Apartments attraktiv, da in der Regel weniger Wohnraum benötigt wird und auch weniger Budget vorhanden ist. Branchenkenner sehen viel Potenzial im Bereich der Mikroapartments: Erst kürzlich veröffentlichte das internationale Beratungsunternehmen für Gewerbeimmobilien Cushman & Wakefield eine Studie, in der prognostiziert wird, dass sich der Markt für Mikroapartments in Deutschland bis 2025 verdoppeln wird.

Tinyhouses als günstige Alternative

Neben den Mikroapartments werden auch Tinyhouses immer beliebter. Allein im Jahr 2022 ist die Nachfrage nach Tinyhouses im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gestiegen[1]. Die Gründe für den Boom sind vielfältig: Auch hier spielen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise eine wichtige Rolle, denn viele Interessenten können oder wollen sich das klassische Einfamilienhaus nicht mehr leisten. Auch das gesteigerte Bewusstsein in Sachen Nachhaltigkeit treibt immer mehr Menschen zu der Entscheidung, ein kleineres, effizienteres Heim zu bauen, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Dabei setzen viele Tinyhouse-Besitzer auf Modelle mit autarker Energieversorgung durch Solarpanels und regenerative Heizungsarten. Ein ebenfalls nicht zu vernachlässigendes Argument ist der chronische Mangel an Baugrund: Ein Grundstück für ein Tinyhouse ist natürlich kleiner und somit auch einfacher zu finden als eines für ein „normales“ Einfamilienhaus.

Egal ob Mikroapartment oder Tinyhouse, in schwierigen Zeiten bilden beide Wohnmodelle attraktive Alternativen für Maklerinnen und Makler, denn während es nach wie vor viele potenzielle Bauherrinnen und Bauherren gibt, fehlt es häufig an Baugrund und finanziellen Mitteln. Mikroapartments und Tinyhouses sollten aktuell also in keinem Portfolio fehlen.

 

[1] Comobau: https://www.comobau.de/die-nachfrage-fuer-tiny-houses-waechst-um-32-prozent/

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