| Allgemeines , Trends , Immobilienkauf | Jörg Weisenberger

Die Immobi­li­en­p­reise steigen weiter

Eigentümer dürfen sich freuen und Interessenten sollten möglichst bald tätig werden, denn die Immobilienpreise kennen weiterhin nur eine Richtung: Sie steigen und steigen. Zu diesem Ergebnis kommen gleich zwei aktuelle Erhebungen, die die Preisentwicklung für Bestands- und Neubauten untersuchen.

Hauspreis-Index EPX auf Allzeithoch 
Der Hauspreis-Index EPX von Europace bildet die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen sowie von Ein- und Zweifamilienhäusern im Bestand und im Neubau in Deutschland ab. Erstmals seit seiner Einführung 2005 stieg der Index auf über 200 Punkte – im Jahresvergleich zum Juni 2020 beträgt das Plus 13,05 %. 

 

Bestandsbauten steigen am kräftigsten 
Die Corona-Pandemie scheint dem deutschen Immobilienmarkt nichts anhaben zu können. Am kräftigsten zogen die Preise bei Bestandshäusern an, hier gab es im Jahresvergleich einen Anstieg von 16,6 %. Auch bei Neubauten geht der Trend weiter nach oben, jedoch moderater. Hier lag die Steigerungsrate aufs Jahr gesehen bei 8,59 %. Bei den Eigentumswohnungen ist die Preisdynamik leicht gebremst – auf Jahressicht stiegen die Preise allerdings auch hier um 14,3%. 

 

Ende des Preisanstiegs nicht in Sicht 
Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass sich der Trend der steigenden Preise fortsetzt. Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand der Europace kommentiert den aktuellen EPX wie folgt: „Ein Ende des Preisanstiegs ist bislang nicht in Sicht, sodass wir gespannt darauf blicken, wie sich der Index im zweiten Halbjahr weiter entwickeln wird.“ 

 

„Wohnbarometer“ sieht ebenfalls steigende Preise 
Das aktuelle Wohnbarometer von Immoscout24 gibt eine Übersicht zum Immobilienmarkt in den Top-5-Metropolen Deutschlands im ersten Halbjahr 2021, ergänzt durch Preisprognosen für die kommenden zwölf Monate. Auch diese Erhebung sieht im Bestandssegment stärkere Preissteigerungen als bei Neubauten. 

 

Eigentumswohnungen: Bestandsobjekte legen deutlich zu 
Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen legten im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2020 um 9 % zu. Neue Wohnungen stiegen hingegen nur um 7,9 %. Auch bei den Prognosen liegen Bestandswohnungen vorne: Hier wird ein Anstieg der Preise innerhalb der nächsten zwölf Monate um 11,5 % vorausgesagt, bei Neuwohnungen lediglich um 8,7 %. 

 

Häuser: Nachfrage und Kosten steigen 
Auch Einfamilienhäuser verteuerten sich im ersten Halbjahr 2021 verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2020: Bei Bestandshäusern betrug das Plus 7,4 %, bei Neubauten 5 %. Die Prognosen für die kommenden zwölf Monate sehen hier ähnlich aus: plus 6,4 % bei Bestandshäusern, plus 5,8 % bei Neubauten.  

 

Zahlreiche Faktoren führen zur Preissteigerung 
Die nach wie vor steigenden Immobilienpreise haben laut Ralf Weitz, Geschäftsführer von Immoscout24, verschiedene Gründe: „Angesichts der gestiegenen Baukosten sowie der relativ hohen Inflationsrate sind die Preissteigerungen erklärbar. Hinzu kommt die weiterhin hohe Nachfrage nach Kaufimmobilien, die den Preis nach oben treibt.“ 

 

Fazit: Schnell handeln kann sich auszahlen 
Wer auf fallende Preise wartet, setzt aller Voraussicht nach auf das falsche Pferd. Doch überstürztes Handeln bringt ebenso wenig. Wichtig ist eine gewissenhafte Bestandsaufnahme der eigenen finanziellen Möglichkeiten und eine maßgeschneiderte Baufinanzierung – bei beidem helfen Ihnen die Experten von Hüttig & Rompf gerne. 

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