| Allgemeines , Förderungen | Jörg Weisenberger

Bis zu 5.000 € Zuschuss für Fachplanung und Baube­g­leitung

Wer energieeffizient bauen oder sanieren möchte, braucht einen Experten. Der kostet zwar Geld – das ist jedoch sinnvoll investiert, denn durch Energiesparmaßnahmen lassen sich die Betriebskosten erheblich senken. Zur Pflicht wird solch ein unabhängiger Sachverständiger bzw. Energieberater bei Planung und Baubegleitung, wenn für das Gebäude eine KfW-Förderung beantragt werden soll.

Daran änderte sich zwar auch mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG nichts. Dennoch gibt es einige Neuerungen, die die Förderung jetzt noch attraktiver machen. 

  

Was galt bisher? 
Wer bis zum 30. Juni 2021 den KfW-Zuschuss für die Baubegleitung beantragte, bekam 50 % der Kosten bezuschusst, maximal 4.000 Euro. 

  

Was gilt seit 1. Juli 2021? 
Mit den neuen Förderkrediten und Zuschüssen der BEG änderte sich auch die Förderung für die energetische Fachplanung, Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung: 

  • Der Zuschuss wird zusammen mit der Effizienzhaus-Förderung beantragt – ein separater Antrag ist nicht mehr nötig. 

  • Den Zuschuss gibt es für die beiden neuen Programme „BEG Wohngebäude – Kredit Effizienzhaus (261)“ und „BEG Wohngebäude – Zuschuss Effizienzhaus (461)“ 

  • Neu: Auch eine akustische Fachplanung ist nun förderfähig. Diese ist beispielsweise sinnvoll beim Einsatz einer Wärmepumpe oder einer Lüftungs- und Klimaanlage. 

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: Maximal 10.000 Euro werden als förderfähige Kosten anerkannt. Darauf beträgt der Zuschuss 50 %, also maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. 

  • Mehrfamilienhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten: Maximal 4.000 Euro werden als förderfähige Kosten pro Wohneinheit anerkannt, maximal 40.000 Euro für das gesamte Vorhaben. Darauf beträgt der Zuschuss 50 %, also maximal 2.000 Euro pro Wohneinheit bzw. maximal 20.000 Euro insgesamt. 

  

Zusatzförderung für Effizienzhaus der NH-Klasse 
Wer ein Effizienzhaus der Nachhaltigkeits-Klasse baut, benötigt für die Beantragung der Förderung eine Nachhaltigkeitszertifizierung. Deren Kosten kann man sich zusätzlich bezuschussen lassen – mit maximal 5.000 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus bzw. mit maximal 2.000 Euro pro Wohneinheit für ein Mehrfamilienhaus. 

  

Tipp: Zuschuss kann auch beim BAFA beantragt werden 
Wer für einzelne Sanierungsmaßnahmen einen Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA beantragt, erhält auch von dort den Zuschuss für die Baubegleitung. Das erleichtert den Antragsprozess zusätzlich. 

  

Wo findet man einen Experten? 
Unabhängige Sachverständige und Energieberater finden Bauherren in der Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes unter www.energie-effizienz-experten.de

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