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BfW - NRW warnt vor zu hohen Erwar­­tungen durch Bauge­­neh­­mi­­gungen

Das unabhängige Hamburger Forschungsinstitut F+B hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Wohnungsmarkt näher untersucht.

In der neuesten Veröffentlichung seines Wohn-Index hat das Institut die Markt- und Angebotsdaten von knapp 35 Mio. Objekten genutzt, um die Folgen des Lockdown auf den Immobilienmarkt sichtbar zu machen. Betrachtet wurden dabei das Angebotsvolumen und das Preisniveau in den Bundesländern und den TOP 7-Standorten. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von der zehnten bis zur 16. Kalenderwoche. Dass das Angebotsvolumen während des Lockdowns insgesamt zurückgehen wird, dazu brauchte es wohl keine wahrsagerischen Kräfte. Entsprechend zeigt sich diese Beobachtung auch in den Daten von F+B: Betrachtet man den Markt der Mietwohnungen, ist ab der zwölften Kalenderwoche eine deutliche Senkung der Annoncen zu sehen, hier begann der Lockdown. Im Vergleich zur ersten Märzwoche sank die Zahl der neuen Angebote um gleich 35 Prozent. In der Kalenderwoche 15 waren es sogar 40 Prozent weniger neue Angebote. Doch mit den ersten Vorschlägen zur Lockerung der Maßnahmen in Kalenderwoche 16 stieg die Zahl der neuen Angebote gleich wieder an. Auf dem Markt der Eigentumswohnungen zeigt sich ein ähnliches Bild, wobei die Ausschläge hier nicht so stark waren: Zu Beginn des Lockdowns sank die Zahl der Angebote um knapp 15 Prozent, bis zur Kalenderwoche 15 sogar um 30 Prozent. Die Trendwende erfolgte nach Ostern, wo ein moderates Wachstum zu verzeichnen war. Das Preisniveau dagegen scheint von der Krise weitgehend unberührt zu bleiben, denn die Veränderung bei den Mieten lag im bundesweiten Durchschnitt nur im Promillebereich. Die Experten von F+B erklären dies mit der Zurückhaltung der Vermieter, die aktuell über vorauseilende Mietsenkungen in Erwartung einer lang anhaltenden Rezession zu siegen scheint. Gleiches gilt für die Verkäufer von Eigentumswohnungen zu gelten, sind hier bei den Preisen doch bisher ebenso kaum Veränderungen zu sehen. Ob dieser Trend anhält, bleibt abzuwarten. Denn der Immobilienmarkt ist nicht die Börse, kurzfristige Reaktionen sind hier eher die große Ausnahme.

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